MACHTKAMPF IN DER CDU - Joachim Zeller bekommt einen Gegenkandidaten und hält trotzdem an seinem Konzept fest.

Schönbohm begrüßt Kurths Entscheidung

Andrea Beyerlein Christine Richter
2 Min

Der Entschluss des früheren Finanzsenators und jetzigen Abgeordneten Peter Kurth, für das Amt des Landesvorsitzenden zu kandidieren, ist in der Union mit viel Zustimmung aufgenommen worden. Auch die Brandenburger CDU begrüßte die Kandidatur."Ich unterstütze Peter Kurth ausdrücklich", sagte der brandenburgische CDU-Vorsitzende Jörg Schönbohm. Dieser sei in West- und Ost-Berlin akzeptiert. Schönbohm kennt Kurth seit langem. Als Schönbohm Innensenator in Berlin war, war Peter Kurth als Staatssekretär in der Senatsfinanzverwaltung tätig. Der Brandenburger CDU-Chef erhofft sich eine intensivere Zusammenarbeit beider Landesverbände, sollte Kurth an die Spitze der Berliner Union gewählt werden. Außerdem müsse Kurth dann auch die Führung der Abgeordnetenhaus-fraktion übernehmen. "Das liegt in der Logik der Sache", sagte Schönbohm. Nur dann könne die Berliner Union wieder ein Bild der Geschlossenheit abgeben. "So lange zwischen Partei- und Fraktionsspitze ein Gegensatz besteht, haut das nicht hin", sagte Schönbohm.Auch mehrere Ortsverbände äußerten sich am Mittwoch positiv über die Entscheidung von Kurth. Der Vorsitzende des Ortsverbandes Gesundbrunnen (Wedding), Heiner Kausch, begrüßte den Schritt von Kurth. Er hoffe, dass die Kandidatur auf "eine möglichst breite Unterstützung in der Partei trifft". "Das ist eine Chance für die Berliner CDU", sagte Kausch. Der scheidende CDU-Landeschef Christoph Stölzl sieht dies ähnlich: "Ich begrüße, dass nun Klarheit herrscht. Die Partei kann zwischen zwei unterschiedlichen Konzepten entscheiden." Auch der Unternehmer Hartwig Piepenbrock, der öffentlich den Rücktritt von Fraktionschef Steffel gefordert hatte, begrüßte, dass es nun eine Alternative "für die Neuaufstellung der CDU gibt".Die Berliner SPD äußerte sich dagegen negativ über die Personaldebatte der CDU. "Die CDU wird sich weiter streiten und gespalten bleiben, statt sich um das Wohl der Stadt zu kümmern", sagte der SPD-Landesvorsitzende Peter Strieder. Die Partei befinde sich in einem "Dauerclinch" zwischen Kurth auf der einen und Frank Steffel auf der anderen Seite. (ab., cri.)

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