Es wird ungemütlich für den irischen Popstar Ed Sheeran. Mehrere Support-Acts wollen nicht länger im Vorprogramm von Ed Sheerans „Loop“-Tour auftreten. Auslöser ist der Ausschluss des US-Rappers Macklemore, der bei Konzerten propalästinensische Statements gemacht hatte.
Zu den Aussteigern zählt der Musiker und Produzent Finneas O’Connell, Bruder von Billie Eilish. Auf Instagram erklärte er, „Künstler dürfen nicht zum Schweigen gebracht werden.“ Weitere Musiker schlossen sich am Dienstag an.
Sheeran unter Druck
Auch die irischen Musiker Aaron Rowe und Beoga traten als Vorbands auf der großen Tour auf. Sie teilten mit, dass sie aufgrund der Kolonialgeschichte des eigenen Landes tiefste Solidarität für Palästina empfinden. Als Gründungsmitglieder der Bewegung „Irish Artists For Palestine“ spielen sie nun auch nicht mehr länger auf Sheerans Tour.
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Macklemore sagte, Sheeran und dessen Team hätten ihn von der Tour gestrichen. Berichten zufolge hatte er auf der Bühne erklärt, er habe gerade deshalb mitmachen wollen, um vor US-Stadionpublikum „Free Palestine“ sagen zu können. Der Besitzer des Stadions und der nächsten Konzertstätte Robert Kraft hatte den Tour-Promotern und Sheeran mitgeteilt, dass das Konzert mit Macklemore im Programm nicht stattfinden könne.
Pop ohne Politik
Sheeran selbst wies die Verantwortung von sich: Die Entscheidung sei die des Tour-Veranstalters gewesen. Er wolle seine Konzerte nicht für politische Botschaften nutzen, unter anderem mit Rücksicht auf sein junges Publikum.
Die Tour läuft noch bis November in den USA, danach folgen Mexiko und Südamerika.
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