Der Non-Food-Discounter Mäc-Geiz hat beim Amtsgericht Halle (Saale) Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Der Geschäftsbetrieb läuft vorerst weiter, doch alle 183 Filialen werden überprüft – rund 1200 Beschäftigte bangen um ihre Stellen. Für Berlin bedeutet das: 25 Standorte stehen zur Disposition.
Welche Märkte am Ende tatsächlich schließen müssen, ist offen. Fest steht nur, dass das Unternehmen im laufenden Verfahren saniert werden soll. Der Fall macht deutlich, wie fragil selbst langjährig etablierte Ketten im umkämpften Non-Food-Geschäft geworden sind.
Frankfurter Allee, Hermannstraße, Köpenick: Mäc-Geiz sitzt mitten im Kiez
Frankfurter Allee, Hermannstraße, Köpenick: Mäc-Geiz sitzt mitten im Kiez Mäc-Geiz sitzt mit seinen Läden nicht in Einkaufszentren auf der grünen Wiese, sondern mitten in den Kiezen: an der Frankfurter Allee, am Siemensdamm, in der Hermannstraße, an der Berliner Allee, in der Bahnhofstraße in Köpenick.
Für viele Kundinnen und Kunden ist die Kette kein Ausflugsziel, sondern Teil des alltäglichen Einkaufswegs – irgendwo zwischen Drogerie und Haushaltswaren.
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Von 250 Filialen zur Insolvenz
Von 250 Filialen zur Insolvenz: eine Kette aus dem Osten. Dass die Insolvenz in Berlin besondere Aufmerksamkeit verdient, hat auch mit der Herkunft der Marke zu tun.
Mäc-Geiz ist ein Kind der Nachwendezeit: erste Filiale 1994 in Halle, 100. Filiale 2004, 250. Filiale 2014. Die Kette wuchs im Osten und blieb dort verwurzelt – mit Zentrale und Logistik in Landsberg bei Halle. 2010 übernahm die österreichische MTH Handels-Holding den Geschäftsbetrieb. Ende Februar 2026 folgte der nächste Eigentümerwechsel: Die Kodi Beteiligungs GmbH stieg ein, MTH blieb als Minderheitsgesellschafterin. Beide Marken sollten erhalten bleiben.
Geblieben ist stattdessen eine Lücke zwischen Selbstbild und Wirklichkeit. Auf seiner Website beschreibt sich Mäc-Geiz weiterhin mit „ca. 211 Filialen“ und „über 1800 Mitarbeitern“ – Zahlen, die mit der aktuellen Realität von 183 Filialen und rund 1200 Beschäftigten nicht mehr übereinstimmen. Die Unternehmensdarstellung hat beim Schrumpfungsprozess der letzten Jahre schlicht nicht nachgezogen.
Für die betroffenen Berliner Standorte heißt das zunächst: Die Läden haben offen, die Entscheidung über ihre Zukunft aber ist noch nicht gefallen. In Kiezen, in denen Mäc-Geiz seit Jahren zum Straßenbild gehört, wird man sie abwarten müssen.
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