Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai im Vergleich zum Vormonat um 58.000 auf 2,95 Millionen gesunken und unterschreitet damit wieder die Marke von drei Millionen. Die Zahl ist jedoch um 31.000 höher als im Mai 2025, teilte die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg in ihrer Mai-Statistik mit. Die Arbeitslosenquote betrug im Mai 6,3 Prozent. Das sind 0,1 Prozentpunkte weniger als im April, aber auch 0,1 Punkte mehr als im Mai 2025.
Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung hätten nach einem kräftigen Anstieg im Vormonat saisonbereinigt wieder abgenommen, hieß es weiter. Eine Trendwende sei aber nicht in Sicht. Die Konjunktur sei weiterhin zu schwach, um Impulse am Arbeitsmarkt zu setzen.
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Folgen des Iran-Kriegs bremsen Erholung
Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal 2026 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent gewachsen. Die Auswirkungen des Iran-Krieges verhinderten vorerst eine weitere wirtschaftliche Erholung, teilte die BA mit. Die Stimmung in den Unternehmen habe sich etwas verbessert, die Unsicherheit bleibe aber groß. Die gemeldete Nachfrage nach Arbeitskräften bleibe schwach.
Das Risiko, durch den Verlust einer Beschäftigung arbeitslos zu werden, sei im langjährigen Vergleich trotz kontinuierlicher Anstiege relativ gering. Gleichzeitig seien die Chancen, Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer Beschäftigung zu beenden, historisch niedrig. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sei im März saisonbereinigt nach fünf Rückgängen in Folge wieder leicht gestiegen.
Mehr Bezieher von Arbeitslosengeld
Nach vorläufiger Hochrechnung erhielten im Mai insgesamt 4.836.000 Menschen im erwerbsfähigen Alter Lohnersatzleistungen oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts. Rund 1.073.000 Menschen bezogen Arbeitslosengeld nach dem SGB III, 3.830.000 Personen hatten Ansprüche auf Bürgergeld. Die Zahl der Empfänger von Arbeitslosengeld stieg binnen eines Jahres um 113.000. In der Grundsicherung wurden 103.000 erwerbsfähige Leistungsberechtigte weniger gezählt als im Vorjahresmonat.
Im Beratungsjahr 2025/26 sind die Ausbildungsstellenmeldungen von Oktober bis Mai im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erneut gesunken. Die Bewerbermeldungen hätten dagegen leicht zugenommen, teilte die Bundesagentur mit.
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