Frisch vom Maskenbildner gepudert, kommt Mala Emde in den Raum, grüßt fröhlich, setzt sich ohne zu zögern an den Tisch. Wir sind in einem Hotel in Kudamm-Nähe, es ist der Interviewtag für den Deutschen Filmpreis, der am 9. Mai verliehen wird. Mala Emde ist in der Kategorie Beste weibliche Hauptrolle nominiert; dazu gehört, sich vorher den Medien zu stellen. Sie befolgt diese Aufgabe wie einen strengen Drehplan. „Ich werde abgeholt und erwarte die Fragen“, sagt sie, „jetzt konzentriere ich mich auf die Berliner Zeitung.“
In „Köln 75“, auch als Bester Spielfilm nominiert, verkörpert sie die Musikmanagerin Vera Brandes, die es geschafft hat, das berühmteste Solo-Jazz-Konzert überhaupt zu organisieren und aufnehmen zu lassen: das Gastspiel des Pianisten Keith Jarrett in der Kölner Oper am 24. Januar 1975.
Deutscher Filmpreis
Die Schauspielerin Mala Emde über „Köln 75“: „Ich brauchte Wut für diesen Film“
Für ihre Darstellung der Organisatorin des Keith-Jarrett-Konzerts im Film „Köln 75“ ist Mala Emde für den Deutschen Filmpreis nominiert. Eine Begegnung in Berlin.
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Mala Emde beim Gesprächstag zum Deutschen Filmpreises im Hotel-Fahrstuhl
© Stephanie Steinkopf/Ostkreuz
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