Malender Bürgermeister Günter Lüder stellt im Rathaus aus

Seine Modelle sind Kopfweiden

Elfriede Steyer
2 Min

Zeuthen. Der Altmärker Günter Lüder malt Motive seiner Heimat. Als ehrenamtlicher Bürgermeister von Meseberg stellt er erstmals im Brandeburgischen aus und bleibt im Milieu. Seine jüngsten Bilder sind jetzt im Rathaus Zeuthen zu sehen.Es ist seit 1994 die sechste Ausstellung im Rathaus Zeuthen. Die Palette reichte von abstrakter bis zu realistischer Kunst. Günter Lüders' Bilder "haben keinen philosphischen Hintergrund, sie wirken beruhigend, ausgleichend", erklärt Karola Kundmüller, verantwortlich für Kunst und Kultur im Gemeindeamt. Das sei an solchem Platz wichtig, schließlich solle sich dort niemand herausgefordert fühlen.Lüders, 1931 in Osterburg geboren, suchte schon immer den Ausgleich zu seiner Arbeit im Malen. Ob in der Zeit als Landwirt, später als Diplom-Ingenieur oder nun als ehrenamtlicher Bürgermeister. Seinen künstlerischen Weg nahm er über die Volkskunst. Im Osterburger Zirkel des Malers Ferdinand Till übte er sich in Malerei und Grafik. In einer Magdeburger Spezialschule für Leiter im künstlerischen Volksschaffen setzte er seine Studien fort, leitete selbst zwölf Jahre einen Zirkel in Osterburg.Es sind nicht exotische Fernen, die Günter Lüder den Pinsel in die Hand zwingen. Es ist immer wieder die "Wische", also die Wiesenlandschaft des südlichsten Teils vom norddeutschen Urstromtal mit der Elbe. Wiese, Wasser, Ufer, kleine Brücken und bei allem die typischen Kopfweiden kommen auf Lüders Aquarellen in Pastelltönen stets vor. Da ist die geheimnisvolle Stimmung "Morgennebel in der Wische". Ein kräftiger Wind scheint "Am grünen Weg" in die Weiden zu fahren. Jedes Bild, leicht zu verstehen, beeindruckt in seinen Pastelltönen durch Besinnlichkeit.Solche Bilder sind in jeder Wohnung vorstellbar. Die Preise in der Verkaufsausstellung zwischen 100 und 120 Mark sind für viele auch erschwinglich.Für den 11. Juli um 17 Uhr laden Künstler und Gemeinde zur Auktion ein. Lüder stellt den Erlös daraus beiden Zeuthener Schulen zur Verfügung. Davon sollen Lehrmittel für die Kunsterziehung gekauft werden.Bürgermeister Klaus-Dieter Kubick hielt seinem Kollegen aus der Altmark die Eröffnungsrede. Das Programm wurde durch ein "Kontrastkonzert" bereichert. Es spielte das "Duo Contrera" brasilianische Klänge von Heitor Villa-Lobos auf Violoncello und Gitarre. +++

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