Matthias Koeppel war der letzte Mohikaner der legendären Schule der Neuen Prächtigkeit. Deren intensive Zeit waren die 1970er-Jahre. Mit den Malerfreunden Johannes Grützke, Manfred Bluth und Karlheinz Ziegler (alle schon längst im Künstlerhimmel über Berlin) mischte Koeppel einst den „guten Geschmack“ des Kunstpublikums im alten West-Berlin auf, den biederen Wirtschaftswunder-Lebensstil, die rebellierenden Studenten, die Schatten werfende Mauer, die der DDR-Oberste Ulbricht durch die Stadt gezogen hatte.
Nachruf
Maler Matthias Koeppel ist tot: ein Chronist Berlins und ein grimmiger Romantiker
Der letzte Protagonist der Neuen Prächtigkeit malte seine Stadt mit Ironie und Satire. In aller Stille ist Matthias Koeppel mit 88 Jahren gestorben. Am Donnerstag ist die Trauerfeier.
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Matthias Koeppel (1937–2026) vor wenigen Jahren in seinem Atelier in Wedding
© Christian Kielmann/imago
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