Tagebücher

Manfred Krug: „Ich ekle mich immer mehr vor Primitiv-Deutschen. Ich habe schlicht Angst“

Die Tagebücher des Schauspielers und Sängers Manfred Krug zeigen einen aufmerksamen Zeitgenossen. Die Akademie der Künste öffnet jetzt sein Archiv.

Cornelia Geißler
Cornelia Geißler
6 Min
Manfred und Fanny Krug beim Köpenicker Blues- und Jazzfestival 2003. Im Tagebuch schreibt er: „Sie swingt, das ist auch in ihrer Generation selten in Deutschland.“

Manfred und Fanny Krug beim Köpenicker Blues- und Jazzfestival 2003. Im Tagebuch schreibt er: „Sie swingt, das ist auch in ihrer Generation selten in Deutschland.“

© Imago

Je nachdem, wie viel Leben man selbst schon auf dem Buckel hat, so nah oder so fern erscheinen einem die Jahre 2000 und 2001. Aus diesen stammt der dritte Band der Tagebuch-Edition Manfred Krugs. „Ich beginne wieder von vorn“ heißt er. Je mehr Lebensjahre man mit dem 2016 gestorbenen Sänger, Schauspieler und Autor geteilt hat, desto deutlicher erscheint einem dieser Mann vor Augen, desto klarer kommt sein charakteristischer Ton ins Ohr. Und doch ist es auch ein Abgleich mit der Gegenwart.

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