Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen 30-jährigen Mann erhoben, der Ende November bei einem Streit einen Mann niedergestochen und lebensgefährlich verletzt haben soll. In einer Bar in der Hechelstraße in Reinickendorf soll es spät in der Nacht zunächst zu einem Streit um die Musikauswahl gekommen sein.
Gäste haben in der Bar die Möglichkeit, die Musik mittels Fernbedienung selbst zu bestimmen. Diese Fernbedienung aber soll der Angeschuldigte den ganzen Abend über in seinem Besitz gehabt und – zum Missfallen der meisten anderen Gäste – „seine“ arabische Musik abgespielt haben.
Leben von Mann nach Streit um Musikauswahl nur knapp gerettet
Im Streit um die Fernbedienung soll diese dann kaputtgegangen sein. Daraufhin sei der Streit handgreiflich geworden und habe sich auf die Straße vor der Bar verlagert. Ein 24-Jähriger soll sich hierbei um Deeskalation bemüht haben. Der Angeschuldigte soll ihm daraufhin mit einem scharfen Gegenstand in die Leistengegend gestochen und dabei die Oberschenkelarterie durchtrennt haben, bevor er vom Tatort floh.
Der Verletzte soll aufgrund des massiven Blutverlusts einen Kreislaufstillstand erlitten haben. Er musste reanimiert werden, bevor sein Leben knapp gerettet werden konnte. Er erlitt infolge des Angriffs jedoch Hirnschädigungen, aufgrund derer er derzeit unter gesetzlicher Betreuung steht.
Bar in Reinickendorf: Mann nach Streit über Musik lebensgefährlich verletzt
Der Angeschuldigte bestreitet den Tatvorwurf. Er wurde kurz nach der Tat an seiner Wohnanschrift vorläufig festgenommen und befindet sich seit dem 1. Dezember vergangenen Jahres in Untersuchungshaft. Er ist nun wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung angeklagt.
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