In Mansfeld-Südharz hat ein Luchs seit Jahresbeginn zahlreiche Schafe gerissen. Nach Angaben des Luchsprojekts Harz und des Wolfskompetenzzentrums wurden im Januar und Februar bei fünf registrierten Angriffen mindestens 27 Tiere getötet. Wie Projektkoordinator Ole Anders erklärte, würden genetische Proben belegen, dass in allen Fällen ein Luchs der Täter war.
Wie Anders sagte, habe er in seiner inzwischen 25-jährigen Tätigkeit noch keinen vergleichbaren Fall erlebt. Seit der Wiederansiedlung des Luchses in den 2000er Jahren habe es zwar immer wieder Angriffe auf Nutztiere gegeben – vor allem in den Wintermonaten. „Aber nie in dieser Häufigkeit.“ Zuvor hatte die Mitteldeutsche Zeitung über das Thema berichtet.
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Das Problem sei, dass Luchse – anders als Wölfe – durch Schutzzäune meist nicht aufzuhalten seien, meint Anders. Schließlich können die Tiere bis zu drei Meter hoch springen und ausgezeichnet klettern. Daher sollte man Schafe oder Ziegen nachts in Ställen oder festen Behausungen unterbringen. Auch spezielle Zäune einer entsprechenden Höhe und mit Strom könnten helfen. Der Experte rät zudem, Luchsbisse bei Nutztieren immer zu melden. Sollten sich diese bestätigen, gebe es eine Entschädigung vom Land.
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Mindestens 20 Luchse in Sachsen-Anhalt
Wie aus dem Tätigkeitsbericht des Nationalparks Harz hervorgeht, sind in Sachsen-Anhalt in den Jahren 2021/2022 mindestens 20 Luchse im Bundesland nachgewiesen worden. Demnach wurden sieben erwachsene Tiere erfasst, darunter fünf reproduzierende Weibchen. Außerdem bestätigte das Monitoring acht Jungtiere. Bundesweit wurden in diesem Zeitraum mindestens 189 Luchse nachgewiesen.
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