Sachsen-Anhalt

Großbrand im Südharz: 1200 Strohballen in Flammen – Rauchwarnung für Anwohner

Seit Sonntagabend kämpft die Feuerwehr in Breitungen gegen einen Großbrand auf einem landwirtschaftlichen Gelände. Eine Solaranlage wurde zerstört, der Schaden liegt bei rund 200.000 Euro.

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Feuerwehrleute im Landkreis Mansfeld-Südharz

Feuerwehrleute im Landkreis Mansfeld-Südharz

© Marvin Möbiuas/imago

In Breitungen im Landkreis Mansfeld-Südharz (Sachsen-Anhalt) steht seit Sonntagabend ein großes Strohlager in Flammen. Nach Angaben der Rettungsleitstelle brennen rund 1200 Strohballen. Feuerwehrleute aus mehreren umliegenden Orten waren die gesamte Nacht im Einsatz. Am Montagmorgen wurden die Einsatzkräfte ausgetauscht.

Zeitweise kämpften 46 Feuerwehrleute mit acht Fahrzeugen gegen den Brand. Die Ballen werden inzwischen kontrolliert abgebrannt. Verletzt wurde nach bisherigen Angaben niemand. Auch Menschen und Tiere seien nicht unmittelbar in Gefahr gewesen.

Die Polizei war gegen 21.40 Uhr am Sonntagabend über das Feuer informiert worden. Nach Angaben des Polizeireviers Mansfeld-Südharz hatten Zeugen den Brand auf einem landwirtschaftlich genutzten Gelände gemeldet, auf dem Stroh- und Silageballen gelagert waren. Beim Eintreffen der Feuerwehren hatte das Feuer bereits einen großen Teil des Lagerguts erfasst.

Solaranlage zerstört – Rinderstall bleibt verschont

Die Flammen griffen auch auf eine auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage über. Sie wurde nach Angaben von Polizei und Leitstelle vollständig zerstört. Ein unmittelbar benachbarter Rinderstall blieb dagegen unbeschädigt. Den entstandenen Sachschaden beziffert die Polizei nach ersten Schätzungen auf rund 200.000 Euro.

Wegen der erheblichen Rauchentwicklung gab die Rettungsleitstelle eine Warnung für Breitungen heraus. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Warnung bezog sich vor allem auf Rauch und Geruchsbelästigung.

Ursache des Großbrands noch unklar

Was das Feuer ausgelöst hat, ist bislang nicht geklärt. Die Polizei erklärte am Montag, dass zur Brandursache derzeit noch keine gesicherten Angaben möglich seien und in alle Richtungen ermittelt werde.

Nach Angaben der dpa hält der Einsatzleiter der Feuerwehr allerdings sowohl eine Selbstentzündung als auch einen technischen Defekt für unwahrscheinlich. Brandermittler können den Brandort erst genauer untersuchen, sobald die Löscharbeiten abgeschlossen sind und das Gelände betreten werden kann.

Bei der Zahl der brennenden Ballen gibt es unterschiedliche Angaben. Polizei und dpa hatten zunächst von rund 1000 Strohballen gesprochen, die Rettungsleitstelle bezifferte die Zahl später gegenüber dem MDR auf etwa 1200.

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