Nach dem Tod von Margot Friedländer lädt die Jüdische Gemeinde Chabad Berlin alle Interessierten zum Gedenkgebet für die Holocaust-Überlebende ein. Die Zeremonie für die Berliner Ehrenbürgerin findet am Donnerstag von 16 bis 17 Uhr in der Zentralen Synagoge der Gemeinde statt (Münstersche Straße 6, 10709 Berlin).
Die Beerdigung ist auf dem jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee unter Polizeischutz nur in einem ausgewählten Kreis geplant, wie ein Sprecher der Margot-Friedländer-Stiftung sagte. Nach derzeitigem Stand sei die Beerdigung nicht öffentlich. Erwartet werden unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD), Bundeskanzler Friedrich Merz und Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (beide CDU).
Margot Friedländer: Beerdigung unter Polizeischutz
Margot Friedländer überlebte das Konzentrationslager Theresienstadt und emigrierte nach dem Zweiten Weltkrieg in die USA. Im Alter von 88 Jahren kehrte sie nach Berlin zurück, in die Stadt, aus der sie vertrieben wurde. Bis ins hohe Alter hinein setzte sie sich unermüdlich für die Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten ein, wie die Gemeinde schreibt.
„Vor allem aber für das Menschliche, für Versöhnung, Begegnung und eine gemeinsame Zukunft. Mit dem Gedenkgebet möchte die Jüdische Gemeinde Chabad Berlin nicht nur einer beeindruckenden Zeitzeugin und Stimme der Erinnerung Respekt zollen, sondern auch ihrem Vermächtnis Raum geben: der Pflicht zum Erinnern, zur Mitmenschlichkeit und zum Einsatz gegen das Vergessen. Alle, die Margot Friedländer verbunden waren oder ihr Lebenswerk würdigen möchten, sind eingeladen, an der Gedenkstunde teilzunehmen“, heißt es. (mit dpa)
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