Fünf Boote der Bundesmarine legten gestern vormittag am Lindenufer an. Heute haben die Spandauer Gelegenheit, die Wasserfahrzeuge zu besichtigen.Pünktlich um 9 Uhr kamen die fünf Landungsboote der Bundeswehr in einer Kolonne die Spree heruntergefahren und machten am Lindenufer fest. Bis Freitag früh werden sie im Rahmen der Marinewoche in der Havelstadt bleiben. Unter der Führung von Korvettenkapitän Uwe Rossmeisl sind 33 Marinesoldaten an Bord der "Auster", der "Krabbe", der "Languste", der "Muschel" und des "Hummer".Landungsboote werden normalerweise zum Transport von militärischen Gütern, wie Panzer und Munition, eingesetzt. Die an der Nord- und Ostsee stationierten Wasserfahrzeuge dienen heute eher zivilen Zwecken, zum Beispiel als Lastentaxis im Hafenbetrieb.Die fünf Schiffe mit einer Länge von jeweils 23,65 Metern und einer Breite von 6,41 Metern sind vor 31 Jahren gebaut worden. Jedes von ihnen ist mit einem 342 PS starken Motor ausgestattet und ereicht eine Höchstgeschwindigkeit von zehn Knoten. Auf der rund 54 Quadratmeter großen Ladefläche kann jedes Boot bis zu 52 Tonnen zuladen. "Der Kiel liegt höchsten 20 Zentimeter im Wasser. Deswegen können die Boote ohne Probleme an Stränden landen", sagte Erhard Oehlmann, Bootsführer der "Languste". Vier Wochen lang sind die 31 männlichen und zwei weiblichen Besatzungsmitglieder unterwegs. Ihre Reise führt sie von Kiel über Swinoujscie (Swinemünde/Polen) bis nach Greifswald. Von dort aus geht es wieder zurück in den Heimathafen. Die Spandauer haben nur heute von 9 bis 18 Uhr die Möglichkeit, sich die Schiffe anzusehen und sich über die Arbeit der Marine zu informieren. Um 15 Uhr gibt es eine besondere Vorführung: Von einem Hubschrauber aus springen Rettungsschwimmer in die Havel. Der Helikopter sammelt sie anschließend von einer Rettungsinsel wieder auf. Um 15.30 Uhr zeigen Waffentaucher ihr Können. Für Stimmung sorgt das Marinemusikkorps Nordsee/Wilhelmshaven. +++
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