Autoabsatz

Marktrückgänge: BMW und VW verzeichnen deutliche Verkaufsverluste im zweiten Quartal

Auch Volkswagen verliert weltweit deutlich Kunden. Sachsens Wirtschaftsminister fordert nun eine klare Perspektive für das Werk in Zwickau.

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BMW verkauft weltweit weniger Autos.

BMW verkauft weltweit weniger Autos.

© Sven Hoppe/dpa

Der Münchner Autobauer BMW hat im zweiten Quartal deutlich weniger Fahrzeuge verkauft als im Vorjahreszeitraum. Auch Volkswagen meldet einen Rückgang. Vor allem der Einbruch im chinesischen Markt belastet beide Konzerne.

BMW hat zwischen April und Juni weltweit 590.962 Autos ausgeliefert. Das waren 4,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie der Konzern mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte BMW im zweiten Quartal noch einen leichten Zuwachs beim Absatz verzeichnet.

Besonders schwach entwickelte sich das Geschäft in China. Dort sank der Absatz um 30 Prozent auf 117.815 Fahrzeuge. Mit der Lage auf dem chinesischen Markt hatte BMW zuletzt auch eine deutliche Gewinnwarnung begründet. Auch im übrigen Asien lief es nach Konzernangaben eher schwach.

Zuwächse in anderen Regionen konnten den Rückgang nicht ausgleichen. In Europa legte der Absatz um 5,4 Prozent auf 260.173 Autos zu, in den USA um 9,5 Prozent auf 134.405 Fahrzeuge.

Mini wächst deutlich, Kernmarke schwächelt

Bei den Konzernmarken entwickelte sich Mini besonders stark. Der Absatz stieg hier um 17 Prozent auf 81.035 Autos. Die Kernmarke BMW verlor dagegen 7,7 Prozent und kam auf 508.675 Fahrzeuge.

Vertriebsvorstand Jochen Goller sagte: „Trotz weltweiter Herausforderungen konnten wir in den USA und Europa unseren Absatz steigern.“ Beim neuen iX3 sei der Konzern auf Kurs für 100.000 Auftragseingänge.

Volkswagen mit noch stärkerem Rückgang

Auch der Volkswagen-Konzern verzeichnete im zweiten Quartal einen deutlichen Rückgang. Weltweit verkaufte VW knapp 2,1 Millionen Fahrzeuge und damit 8,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie der Konzern am Freitag mitteilte. In China brachen die Verkäufe demnach um 36,6 Prozent ein. Zuwächse gab es vor allem in Nord- und Südamerika sowie in Europa.

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Sachsens Wirtschaftsminister fordert Perspektive für Zwickau

Vor dem Hintergrund geplanter Werksschließungen und eines massiven Stellenabbaus bei VW hat Sachsens Wirtschafts- und Arbeitsminister Dirk Panter (SPD) scharfe Kritik an der Konzernzentrale in Wolfsburg geübt. „Ich erwarte von VW eine echte Zukunftsperspektive für Zwickau, fordere Wertschätzung für die Leistung der Beschäftigten und appelliere an die in den Konzerngrundsätzen festgeschriebene gesellschaftliche Verantwortung", sagte Panter. Zwickau sei nicht die verlängerte Werkbank Wolfsburgs, sondern ein Standort, der mit Weitsicht und Engagement zum Erfolg des Konzerns beigetragen habe.

Am Standort Zwickau arbeiten rund 8.000 Menschen für VW. In der Zulieferindustrie der Region sind Panter zufolge etwa 50.000 weitere Beschäftigte tätig. Auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD), der dem VW-Aufsichtsrat angehört, betonte laut dem Bericht: „Das Schließen von Werken ist kein Zukunftskonzept.“

Im Vergleich zu weiteren deutschen Konkurrenten steht BMW den Zahlen zufolge etwas besser da. Mercedes hatte am Mittwoch für das zweite Quartal einen Rückgang um 6 Prozent auf 511.900 Autos gemeldet. Audi verzeichnete ein Minus von gut 8 Prozent auf 367.139 Fahrzeuge.

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