Die Fußstapfen sind groß: Am 5. Dezember sitzen erstmals Bill und Tom Kaulitz als „Wetten, dass..?“-Gastgeber auf der Couch. Nach insgesamt 154 Shows mit Thomas Gottschalk ist die Neubesetzung mit hohen Erwartungen, aber auch mit Skepsis verbunden.
Nun hat auch der ZDF-Moderator Markus Lanz verraten, was er von der Entscheidung hält – und bei dieser Gelegenheit deutliche Worte über den Vorgänger der beiden Kaulitz-Brüder verloren.
„Wetten, dass..?“-Neustart: Ab heute gibt es Karten
„Ich freue mich auf jeden Fall sehr darauf“, erklärte Lanz der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er sei von Bill und Tom Kaulitz überzeugt. „Ich mag die beiden sehr und wünsche ihnen, dass das klappt. Und ich glaube, so komplett anarchisch daranzugehen, ist genau das Richtige.“
Von 1981 bis 2014 lief „Wetten, dass..?“, davon moderierte Thomas Gottschalk allein 36 Jahre lang die Show. 2021 feierte das Format sein Comeback, verabschiedete sich nach drei Folgen jedoch wieder. Seitdem wurde keine weitere Ausgabe ausgestrahlt.
Anfang des Jahres kündigte das ZDF an, dass die beiden Tokio-Hotel-Zwillinge die Show einmalig in Halle (Saale) moderieren werden. Für die begehrten Karten können sich Zuschauer ab diesem Montag, 10 Uhr, beim ZDF bewerben.
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In seinem Gespräch mit der dpa kam Lanz, der das Format selbst zwei Jahre lang moderierte, auch auf den Vorgänger der Kaulitz-Brüder zu sprechen. „Ich hatte immer das Gefühl, da gab es so einen großen Phantomschmerz eines ganzen Landes über den Verlust und den Abschied von Thomas Gottschalk. Wir sind mit dem groß geworden. Der war anders, der war flapsig und immer schon ein bisschen übergriffig.“
Markus Lanz: „Das war damals schon nicht okay“
Gerade zuletzt wurde Gottschalk verschiedentlich für seinen körperlichen Umgang mit weiblichen Prominenten auf der „Wetten, dass..?“-Couch kritisiert. Er selbst betonte, dass das „rein dienstlich“ gewesen sei.
Lanz stellte allerdings klar: „Das wird heute diskutiert. Und das Interessante ist, dass man immer vergisst: Das war damals schon eigentlich nicht mehr okay.“
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Doch es sei nicht alles schlecht gewesen. Gottschalk habe man eben für andere Dinge geliebt, so der 57-jährige Moderator. „Er hat eben anders geredet. Das war nicht ‚Guten Abend, meine Damen und Herren‘, sondern das war: ‚Hier sind wir und jetzt Rock‚n‘Roll.‘ Und ein bisschen so sind die Kaulitz-Brüder auch.“
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