Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat sich bei seinem Besuch in Israel zunächst mit Angehörigen von in den Gazastreifen verschleppten Geiseln getroffen – und sich über das landeseigene Verteidigungssystem informiert. Das Bundesinnenministerium hatte zuvor auf X erklärt, Dobrindt sei auf Einladung des israelischen Außenministers Gideon Saar nach Israel gereist. „Unterstützung für Israel heißt auch vor Ort Gespräche zu führen“, erklärte Dobrindt demnach.
Doch offenbar war dies nicht der einzige Grund für den Besuch: Das Magazin Focus zitierte Dobrindt mit den Worten, er wolle „zeigen, dass wir Israel als engsten Partner im Kampf gegen Terror unterstützen“. Außerdem will sich der Minister demnach über Israels militärische und zivile Verteidigung informieren. „Gerade bei Cyberabwehr und Bevölkerungsschutz ist uns Israel voraus“, sagte Dobrindt.
„Deutschland braucht einen ‚Cyber Dome‘“ wie Israel, sagte Dobrindt dem Focus. „Einen schlagkräftigen, digitalen Schutzschild gegen Spionage, Sabotage und für den Schutz der kritischen Infrastruktur, wie zum Beispiel Energie- und Telekommunikationsunternehmen.“
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Auch Söder spricht sich für „Iron Dome“-System aus
CSU-Chef Markus Söder sprach sich derweil in der Bild am Sonntag für einen Raketenschutzschild für Deutschland nach dem Vorbild des israelischen „Iron Dome“. „Deutschland braucht einen Schutzschirm mit Präzisionswaffen“, sagte der bayerische Ministerpräsident der Bild am Sonntag. Dazu gehörten „eine moderne Drohnen-Armee mit 100.000 Drohnen und ein Abwehrschild nach Art des ‚Iron Dome‘ mit 2000 Abfangraketen“. Beim Aufbau eines solchen Schutzsystems solle Deutschland „mit der Ukraine und Israel kooperieren und deren Erfahrungen nutzen“, warb Söder.
Der „Iron Dome“ ist ein israelisches Luftabwehrsystem, das Kurzstreckenraketen, Mörsergranaten und Artilleriegeschosse abfängt. Es wurde 2011 in Betrieb genommen und schützt Städte vor Angriffen, indem es Bedrohungen in der Luft erkennt und zerstört.
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