Die rechtsextreme Aktivistin Marla Svenja Liebich steht erneut im Zentrum der Aufmerksamkeit. Der Landkreis Saalekreis hat Maßnahmen ergriffen, um gegen Liebich vorzugehen. Wie die Behörde am Montag auf Anfrage mitteilte, hat sie bereits im Dezember einen Antrag auf Berichtigung des Geschlechtseintrags gestellt.
Marla Svenja Liebich, geboren 1970 als Sven Liebich in Merseburg, gilt seit Jahrzehnten als eine zentrale Figur der rechtsextremen Szene in Sachsen-Anhalt. Bekannt wurde Liebich unter anderem durch Demonstrationen, provokative Aktionen und wiederholte strafrechtliche Verfahren, etwa wegen Volksverhetzung und Beleidigung. Mehrere Gerichte verurteilten Liebich in den vergangenen Jahren zu Geld- und Freiheitsstrafen. Eine rechtskräftige Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten wegen Volksverhetzung und weiterer Delikte hat sie nicht angetreten. Liebich lebt derzeit im Untergrund.
Empörung wegen Marla Svenja Liebich
Im Jahr 2024 hatte Liebich den Geschlechtseintrag und den Vornamen offiziell ändern lassen und tritt seitdem als Marla Svenja auf. Die Änderung wurde von zahlreichen Beobachtern als Provokation bewertet, da Liebich zuvor durch queerfeindliche Aussagen aufgefallen war. So drang auch CSU-Innenminister Dobrindt auf eine Anpassung des Gesetzes: „Die Justiz, die Öffentlichkeit und die Politik werden hier zum Narren gehalten“, sagte er im vergangenen August.
Aktuell sorgt jedoch ein neues Vorhaben für besondere öffentliche Aufmerksamkeit. Nach Angaben des Portals Dubisthalle stellte Liebich beim zuständigen Standesamt in Merseburg offenbar bereits am 5. August 2025 einen Antrag nach dem Selbstbestimmungsgesetz - also vor dem geplanten Haftantritt. Ziel ist es, den Geschlechtseintrag künftig als „divers“ führen zu lassen und zugleich den Namen „Anne Frank“ anzunehmen. Die Wahl dieser Vornamen löst breite Empörung aus, da Anne Frank weltweit als Symbol für die Opfer des Nationalsozialismus gilt.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]