Kindern und Jugendlichen in Berlin scheint es zunehmend nicht gut zu gehen. Einiges deutet darauf hin: Sei es die Zunahme von Jugendgewalt oder psychischen Erkrankungen, seien es Krawalle wie an Silvester, als Teenager Brandsätze auf Polizisten und Feuerwehrleute warfen und eine ganze Stadt sich fragte, wie das passieren konnte.
Wie schlecht es Jugendlichen tatsächlich geht, darauf macht jetzt ein Brandbrief aus Marzahn-Hellersdorf aufmerksam. Mehr als 70 Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen schlagen Alarm, fordern mehr finanzielle Unterstützung. Von verstärkter Perspektivlosigkeit unter Jugendlichen ist da die Rede, von körperlicher Verwahrlosung, sexuellen Übergriffen, Suizidgedanken. Von einem stadtweiten Problem, das nicht nur hier im Bezirk auftrete – aber hier besonders. In der Kinder- und Jugendarbeit könne oft nur noch Notversorgung geleistet werden.
UPDATE
Sozialarbeiter im Interview
Sorge um Jugendliche in Marzahn-Hellersdorf: „Wir haben immer mehr Kinder, die sich selbst verletzen“
Sie können nicht richtig sprechen oder halten ihr Leben für wertlos. Ein Sozialarbeiter über zunehmende seelische Nöte bei Kindern und Jugendlichen in Berlin – und die möglichen Ursachen.
11 Min
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Alexander Paulsen ist Leiter einer Jugendhilfe-Einrichtung im Nordwesten von Marzahn-Hellersdorf.
© Maximilian Gödecke für Berliner Zeitung am Wochenende
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