MÜNCHEN. Gute Nachrichten sind selten in diesen Tagen beim FC Bayern, weshalb die Meldung der Uefa vom Mittwochnachmittag an der Säbener Straße mit Freude aufgenommen wurde: Trotz eindeutigen Scheiterns in der Champions League hat man in dieser Saison mehr als 45 Millionen Euro in diesem Wettbewerb verdient. Dass die Halbfinal-Teilnahme weitere drei Millionen gebracht hätte - geschenkt. Vom Halbfinale war München zu jedem Zeitpunkt so weit entfernt wie von Alaska."Wir sind an unsere Grenzen gestoßen", sagte Trainer Jürgen Klinsmann am Tag nach dem 1:1 im Rückspiel gegen den FC Barcelona. Und sprach dann darüber, was nötig wäre, um die Grenzen zu verändern. Ob er sie überhaupt noch verändern darf, ist allerdings unklar: Weder Manager Uli Hoeneß noch der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge können sich derzeit zu einem klaren Bekenntnis zu ihrem Trainer durchringen, weshalb sich der Fokus der Kritik in schon übertriebenem Maß auf Jürgen Klinsmann richtet.Am Dienstagabend forderten die Fans jedenfalls erneut lautstark Klinsmanns Rauswurf. "Ich habe die Rufe zur Kenntnis genommen, mehr nicht", sagte Hoeneß. Er hätte auch sagen können: Egal, ob die Fans pfeifen, wir stehen zu Klinsmann. Karl-Heinz Rummenigge spricht gleich gar nicht mehr. DFB-Sportdirektor Matthias Sammer soll der Wunschkandidat der Vereinsführung für die Klinsmann-Nachfolge sein.Klinsmann ging derweil in die Offensive. Man brauche noch "zwei oder drei hochkarätige Spieler" für kommende Saison, und man sei "im Hintergrund in ständigen Gesprächen". Und weil Klinsmann schon dabei war, etwas deutlicher zu werden, antwortete er dann auch auf die Frage nach einer möglichen Umgestaltung seines Trainerstabs: "Nach der Saison wird alles aufgearbeitet, dann wird geschaut, was war gut und was war weniger gut, und dann gehen wir in die Detailplanung." Es ist nicht mehr ausgeschlossen, dass im immer häufiger kritisierten Trainerstab manche ausgewechselt werden.Voraussetzung wäre aber, dass Jürgen Klinsmann selbst Cheftrainer bleibt - und dazu müsste er auf jeden Fall Deutscher Meister werden. Der Weg dorthin wird "nicht leicht", glaubt Klinsmann. Der Weg dauert sieben Spiele, er beginnt am Sonnabend bei Arminia Bielefeld.
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