Die Zusammenarbeit zwischen Mecklenburg-Vorpommern und den Anrainer-Staaten im Ostseeraum hat sich nach Ansicht der rot-roten Landesregierung in den vergangenen Jahren verbessert. Die Umsetzung der Ostseestrategie des Landes sei gut angelaufen, heißt es im Ostseebericht 2026.
Der knapp 60-seitige Bericht wurde im Kabinett beschlossen und soll nun in den Landtag eingebracht werden. Die Landesregierung hatte im Januar 2024 eine Strategie für die Kooperation mit den Ostsee-Anrainern verabschiedet, auch als Teil einer Neuausrichtung der Ostseepolitik seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Kooperationen sollten ausgebaut und neue Partnerschaften aufgebaut werden, um die Region nachhaltig zu stärken.
Russland nicht mehr Kooperationspartner
Der Ostseeraum umfasst geografisch die Länder Finnland, Russland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Deutschland, Dänemark und Schweden. Auch Norwegen sei ein etablierter Kooperationspartner, Russland nicht mehr, teilte die Landesregierung mit. Rund 25 Prozent des Außenhandels in Mecklenburg-Vorpommern werden demnach mit den Ostsee-Anrainern abgewickelt.
Der Bericht zeige, „dass wir da auf dem richtigen Weg sind“, sagte Wissenschafts- und Europaministerin Bettina Martin (SPD) in Schwerin. Fortschritte gebe es etwa in den Bereichen Kunst und Kultur, Jugend und Sport, Umweltschutz, erneuerbare Energien, Forschung und maritime Sicherheit. Alle Ressorts seien beteiligt gewesen.
Neues internationales Kunst-Stipendium
Als Beispiel nannte Martin auch das neue internationale „Baltic Sea“-Stipendium. Seit diesem Jahr können sich Künstlerinnen und Künstler aus dem Ostseeraum – insbesondere der nordischen und baltischen Länder – um eine monatliche Förderung bewerben. Das Stipendium wird vom Künstlerhaus Lukas und der Kunsthalle Rostock vergeben.
Zudem betonte Martin die enge Partnerschaft zwischen Mecklenburg-Vorpommern und dem Nachbarland Polen, etwa im Rahmen gemeinsamer Studiengänge. Grundlage sei der Austausch mit den langjährigen polnischen Partnerregionen Pommern und Westpommern. (mit dpa)
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