Regulierung

Medien unter Druck: Wer entscheidet über Sichtbarkeit im digitalen Raum?

Medienanstalten wollen verlässliche Inhalte auf Social-Media-Plattformen sichtbarer machen. Verleger und Journalisten ziehen nun rote Linien.

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Zwischen Katzenvideo, Kochrezept und Kommentar: Künftig könnten Medienbehörden mitentscheiden, welche Inhalte im Feed leichter sichtbar werden.

Zwischen Katzenvideo, Kochrezept und Kommentar: Künftig könnten Medienbehörden mitentscheiden, welche Inhalte im Feed leichter sichtbar werden.

© Alicia Windzio/dpa

Wer auf TikTok, Instagram oder X scrollt, sieht keinen neutralen Ausschnitt der Wirklichkeit. Jeder Feed ist eine Auswahl. Algorithmen entscheiden, ob ein Katzenvideo, ein Kommentar, ein Lokalbericht oder ein politischer Aufreger oben landet. Genau diese Auswahl wollen Medienpolitiker und Landesmedienanstalten nun stärker regulieren: Verlässliche journalistische Informationen sollen auf großen Plattformen leichter sichtbar werden.

Was nach Schutz der demokratischen Öffentlichkeit klingt, berührt einen heiklen Punkt. Denn sobald der Staat Regeln dafür setzt, welche Medieninhalte in Feeds bevorzugt auftauchen sollen, stellt sich die Frage: Wer entscheidet, was verlässlich ist, und wer verliert im Gegenzug Sichtbarkeit? Verleger und Journalistenverbände warnen deshalb vor einer staatlich beeinflussten Auswahl publizistischer Inhalte.

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