Wer im Netz pöbelt, beleidigt oder Falschbehauptungen verbreitet, soll künftig nicht mehr anonym bleiben können. Die Klarnamenpflicht soll helfen. Neue Brisanz erhält die Debatte durch aktuelle Fälle wie den der Schauspielerin Collien Fernandes: Sie wirft ihrem Ex-Partner vor, sie über Jahre hinweg im Netz unter falscher Identität missbraucht zu haben – ein Fall von digitaler Gewalt, der zeigt, wie leicht sich Identitäten manipulieren lassen und wie schwer es ist, Täter zur Verantwortung zu ziehen. Wenn Nutzer unter ihrem echten Namen auftreten oder identifizierbar sind, so die Hoffnung, sinkt die Hemmschwelle für strafbares Verhalten im Internet.
Anonymität
Interview: Der Fall Fernandes ist kein Argument für die Klarnamenpflicht
Klarnamenpflicht als Mittel gegen Hass im Netz? Ein Anwalt für Medienrecht erklärt, warum sie problematisch, kaum umsetzbar und wohl wirkungslos ist. Was nun?
6 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Collien Fernandes wirft ihrem Ex-Mann Christian Ulmen vor, sie im Netz unter falscher Identität digital missbraucht zu haben.
© IMAGO/Uwe Koch
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*