Die vierte Welle der Corona-Pandemie stellt das Gesundheitswesen vor immer größere Herausforderungen, Mediziner hierzulande schlagen Alarm. Eine Impfpflicht für Personal in Krankenhäusern sehen viele jedoch skeptisch. „Akut wird sie uns nicht helfen“, sagt etwa Stefan Kluge, Direktor der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. „Alle, die in der Patientenversorgung tätig sind, werden zweimal in der Woche getestet, die Ungeimpften täglich.“ Kluge geht davon aus, dass durch eine Impfpflicht zehn bis 15 Prozent der Pflegekräfte nicht mehr am Bett eingesetzt werden könnten oder vielleicht sogar kündigen: „Wir verlieren zehn bis 15 Prozent der betreibbaren Intensivbetten, das muss klar sein.“
Intensivstationen in Not
Mediziner schlagen Alarm, halten eine Impfpflicht aber für unnötig
In Thüringen, Sachsen und Bayern stoßen Intensivstationen an ihre Grenzen. Schnelles Handeln ist nötig, sagen Experten – vor allem durch die Politik.
4 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Pflegekräfte kümmern sich auf einer Intensivstation in Fürth um einen Corona-Patienten. Die Lage in Bayern spitzt sich dramatisch zu.
© dpa/Daniel Vogl
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*