Berlins Rettungsstellen gehören zu den am stärksten beanspruchten in Deutschland. Auf 1000 Einwohner kamen 2024 rund 208 ambulante Behandlungen in Notaufnahmen, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Nur Hamburg lag mit 213 Fällen höher, im Bundesschnitt waren es 156.
In absoluten Zahlen versorgten die Berliner Kliniken allein 2024 gut 765.000 ambulante Notfälle – Tendenz steigend. Das geht aus Daten der Berliner Krankenhausgesellschaft hervor, die sich auf das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg stützt. Das sind fast so viele Fälle wie vollstationäre Patienten, von denen es knapp 800.000 gab.
Der Bundestag entscheidet an diesem Donnerstag über eine Notfallreform. Sie soll Patienten künftig gezielter dorthin lenken, wo sie ihrem medizinischen Problem entsprechend versorgt werden. Doch wer sind die Menschen, die in die Rettungsstelle gehen, obwohl auch eine Arztpraxis gereicht hätte? Amtliche Statistiken dazu gibt es nicht. Aufschluss geben nur Befragungen, und die widerlegen manches Vorurteil.
Notfallreform
Ansturm auf Ambulanzen in Berlin: Wer in die Rettungsstelle geht – und warum
Der Bundestag stimmt an diesem Donnerstag über eine Reform der Notfallversorgung ab. Umfragen über Patienten widersprechen manchem Vorurteil.
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Ärzte laufen durch einen Flur zur Rettungsstelle eines Berliner Krankenhauses.
© Gregor Fischer/dpa
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