POTSDAM. In 25 brandenburgischen Orten sind am Montag insgesamt 17 000 Menschen gegen die Hartz IV-Arbeitsmarktreform auf die Straße gegangen, teilte die Polizei am Dienstag mit. Im Gegensatz zum Bundestrend stieg damit in Brandenburg die Zahl der Demonstranten im Vergleich zur Vorwoche noch einmal um rund 7 000 Personen an. Die größte Demonstration fand mit 2 500 Teilnehmern wieder in Senftenberg statt. In Potsdam fanden sich 700 Menschen ein, in Brandenburg/Havel 400 Personen, und in Königs Wusterhausen waren 350 Demonstranten unterwegs. Eine Hochburg der Anti-Hartz-Proteste war schon vor dem Kanzlerbesuch in Wittenberge die strukturschwache Prignitz. Dort folgten in mehreren Städten insgesamt 1 500 Teilnehmer den Aufrufen. Vertreter der Familienpartei, die die Demonstration in Potsdam angemeldet hatten, kündigten für den nächsten Montag einen Protestmarsch zur SPD-Landeszentrale in der Friedrich-Ebert-Straße an.Der Potsdamer Verfassungsschutz warnte jetzt davor, dass Rechtsextremisten die Proteststimmung ausnutzen, um fremdenfeindliche Parolen zu verbreiten. So hatte auch die rechtsextreme DVU zur Montagsdemonstration in Senftenberg aufgerufen. Resonanz fand sie aber offenbar nicht. (mak.)
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