Grundzüge des Tarifvertrags waren bereits im September vergangenen Jahres festgezurrt worden. Danach waren aber weitere Arbeiten nötig, um die vom Arbeitnehmerentsendegesetz vorgeschriebenen Voraussetzungen zu erfüllen. Hintergrund ist, dass der Tarifvertrag vom Bundesarbeitsministerium für allgemeinverbindlich für die ganze Branche erklärt werden soll. Laut Verdi soll dies zum 1. August erfolgen.
Verdurstet in den eigenen vier Wänden
Vorgesehen ist nun, dass die Mindeststundenentgelte für alle Beschäftigten in der Altenpflege in vier Schritten steigen - erstmals zum 1. August 2021 und letztmalig zum 1. Juni 2023. Am Ende der Lohnerhöhungen würden Pflegehelferinnen und Pflegehelfer demnach mindestens 14,40 Euro pro Stunde bekommen. Haben sie eine mindestens einjährige Ausbildung absolviert, sollen es 15,25 Euro sein. Die Mindeststundenentgelte für examinierte Pflegefachkräfte steigen demnach auf 18,75 Euro.
„Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem bisherigen Pflegemindestlohn von insgesamt 25 Prozent“, erklärte Verdi. Im Juni 2023 würden bei einer 39-Stunden-Woche mindestens folgende Monatsgehälter gezahlt: 2440 Euro für Pflegehelferinnen und Pflegehelfer - 2585 Euro für solche mit mindestens einjähriger Ausbildung - und 3180 Euro für Pflegefachkräften.
„Der Tarifvertrag regelt Mindestbedingungen in der Altenpflege“, betonte Verdi. „Bessere Regelungen bleiben davon unberührt und sind auch weiterhin möglich.“
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