Die Opfer des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 drohen fast 50 Jahre nach dem Aufstand in Vergessenheit zu geraten. Davor hat die Arbeitsgemeinschaft 13. August des Museums am Checkpoint Charlie am Donnerstag gewarnt. Sie forderte Verbände, Initiativen und Behörden auf, die Pflege der Opfergräber und Totenehrungen für alle Opfer an der zentralen Gedenkstätte Seestraße zu ermöglichen. "Viele Gräber werden privat nicht mehr gepflegt, sind verwahrlost oder unsichtbar", sagte Museumsgründer Rainer Hildebrandt. Er verlangte die Umbettung von bis zu 60 Toten an den Friedhof Seestraße, wo neun Umgekommene begraben liegen. Immerhin ein Anfang sei, dass die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung vier Opfer demnächst von Ost-Berlin an die Seestraße umbetten werde. Während die meisten Opfer mit Hilfe der Stasi-Unterlagen identifiziert werden konnten, seien die Gräber noch nicht alle gefunden, sagte Hildebrandt. Die Arbeitsgemeinschaft müsse bei der Suche nach den Angehörigen unterstützt werden. (al.)
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