Drohnen

Mehr meldepflichtige Drohnensichtungen in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern wurden mehr meldepflichtige Drohnensichtungen registriert. Ein Forschungsprojekt soll der Polizei helfen, verdächtige Flugbewegungen künftig besser zu erkennen.

3 Min
In Mecklenburg-Vorpommern wurden mehr meldepflichtige Drohnensichtungen registriert.

In Mecklenburg-Vorpommern wurden mehr meldepflichtige Drohnensichtungen registriert.

© Breuel-Bild/imago

In Mecklenburg-Vorpommern hat die Zahl der meldepflichtigen Drohnensichtungen zugenommen. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 39 entsprechende Vorfälle registriert. Das geht aus Angaben des Schweriner Innenministeriums hervor, über die die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtete. Im gesamten Jahr 2025 waren es demnach 37 Fälle.

Von den Meldungen im ersten Halbjahr 2026 entfielen dem Bericht zufolge 19 auf kritische Infrastruktur und 16 auf militärische Anlagen. Jeweils zwei weitere Vorfälle betrafen Industrieanlagen sowie Einrichtungen der Justiz oder Polizei. Für das Jahr 2025 wurden 15 Meldungen über militärische Anlagen, 14 über kritische Infrastruktur, sechs über Industrieanlagen und zwei über Einrichtungen der Justiz oder Polizei erfasst.

Die Zahlen geben laut dpa Auskunft über gemeldete Sichtungen, nicht darüber, wie viele Drohnen tatsächlich unterwegs waren oder wer sie aus welchem Grund steuerte. Das Innenministerium machte laut dpa keine näheren Angaben zu einzelnen Vorfällen.

Polizei setzt auf Drohnenabwehrtechnik

Die Landespolizei arbeitet am Ausbau ihrer Fähigkeiten zur Erkennung und Abwehr von Drohnen. Mecklenburg-Vorpommern hatte laut dpa bereits im Jahr 2024 den Aufbau eines Drohnenabwehrzentrums angekündigt. Die Drohnenerkennung und -abwehr sollten in das bestehende Drohnenkompetenzzentrum integriert werden, wie aus einer Mitteilung des Regierungsportals von Mecklenburg-Vorpommern hervorgeht.

„Künftig sollen gefährliche oder unbekannte Drohnen frühzeitig erkannt und gegebenenfalls deren Funkverbindung gestört werden. Sie können auch zur Landung gezwungen werden“, sagte Innenminister Christian Pegel zu dem Zeitpunkt.

Bereits im vergangenen Jahr hatten Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zudem über eine verstärkte Zusammenarbeit bei der Drohnenabwehr beraten. Hintergrund waren laut Regierungsportal verstärkte Drohnensichtungen über „Hafenstandorten, Kasernen und weiteren kritischen Infrastrukturen“ in Norddeutschland und bundesweit.

Über ein EU-Förderprogramm habe die Landespolizei „eine Erstbefähigung von Drohnenabwehrtechnik beschafft“, teilte das Innenministerium nun laut dpa mit. Diese sei darauf ausgelegt, gegen bereits erkannte Drohnen vorzugehen.

Forschungsprojekt soll Lagebild verbessern

Wie die Polizei verdächtige Drohnenbewegungen künftig schneller und genauer erkennen kann, soll ein gemeinsames Forschungsprojekt des Innenministeriums und des Instituts für sichere mobile Kommunikation (ISMK) an der Hochschule Stralsund untersuchen. Nach Angaben des Ministeriums ist das Projekt in dieser Form bislang bundesweit einmalig.

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Ziel sei es, ein belastbares und großflächiges Lagebild aufzubauen und zu untersuchen, wie sich die Erkenntnisse in die Einsatzpraxis der Landespolizei übertragen lassen, hieß es in einer Mitteilung. Am Donnerstag, dem 1. Oktober, will das Innenministerium das Projekt bei einem Pressegespräch in Schwerin vorstellen. Dabei sollen auch die technischen Möglichkeiten und die Forschungsziele erläutert werden. (mit dpa)

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