Die Teilzeitbeschäftigung in Deutschland hat einen neuen Höchststand erreicht. Laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg stieg die Teilzeitquote im vergangenen Jahr auf knapp 40 Prozent. Gleichzeitig ging die Zahl der Vollzeitbeschäftigten erneut leicht zurück.
Besonders auffällig ist die Kluft zwischen den Geschlechtern: Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit arbeitete im vergangenen Jahr mehr als jede zweite Frau in Teilzeit. Bei den Männern lag der Anteil dagegen nur bei rund einem Siebtel. Als wesentlichen Grund für dieses Ungleichgewicht nannte die Behörde die Kinderbetreuung, die nach wie vor überwiegend von Frauen übernommen wird.
Nach Angaben der Allianz haushaltsnaher Dienstleistungswirtschaft haben mehr als eine Millionen Menschen in Deutschland ihre Erwerbstätigkeit reduziert oder niedergelegt, um die Pflege von Angehörigen durchführen zu können. Die Mehrheit dieser Personen sind Frauen.
Die Bundesagentur für Arbeit sprach sich angesichts dieser Entwicklung für einen Ausbau der Betreuungsinfrastruktur aus. Eine bessere Versorgung mit Kita-Plätzen könnte dazu beitragen, dass insbesondere Frauen leichter in Vollzeit arbeiten können – sofern sie das wünschen.
Der Trend hin zu mehr Teilzeit und weniger Vollzeit dürfte die Debatte über den Fachkräftemangel weiter befeuern.
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