Das Argument, der Bau von weiteren Autostraßen entlaste Anwohner von bestehenden Straßen, ist sachlich nicht haltbar, da spätestens mittelfristig die Kfz-Zahl dort die "alte" Höhe erreicht haben wird, wie vor dem Neubau, solange diese alten Straßen nicht zurückgebaut werden. Schade, dass Herr Ulrich da unkritisch folgt. Die Aussage, Ost-Berlin könne mit einer A 100 "besser" den BBI erreichen, ist antiquiert: "Besser" meint hier sachlich schneller - im Kfz. Zeitgemäße, an Lebensqualität orientierte Überlegungen betreffen Möglichkeiten der Verkehrs-Entschleunigung, der Verlangsamung, der Vermeidung. Wenn Ost-Berlin unbedingt schneller den BBI erreichen können soll, dann muss sich die Senatorin für den schleunigen Ausbau der Schienenanbindungen engagieren und das nicht der desinteressierten Firma Deutsche Bahn AG überlassen. Dass Wirtschaftswachstum von zusätzlichen Flächen für Autos abhänge (IHK u. a.), ist Legende, gerade kleinräumiger Verkehr erhält Arbeitsplätze. Der Hinweis auf eine zahlenmäßige Mehrheit darf vernachlässigt werden, denn zahlenmäßige Mehrheiten stehen nicht notwendig für das Richtige.Michael Zaretzki, Asperg
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