Katastrophenschutz

Meißen zeigt autarkes Krisenfunknetz auf der Florian-Messe in Dresden

Bis Samstag zeigt KriKom-LK-MEI in Halle 3 einen Krisenkommunikationskoffer und eine Multifunktionssirene. Im Frühjahr 2025 liefen bereits 41 Systeme.

2 Min
Florian-Messe in Dresden: Das Projekt KriKom-LK-MEI informiert in Halle 3 über Krisenkommunikation im Landkreis Meißen.

Florian-Messe in Dresden: Das Projekt KriKom-LK-MEI informiert in Halle 3 über Krisenkommunikation im Landkreis Meißen.

© Landratsamt Meißen

Das Verbundprojekt KriKom-LK-MEI – Krisenkommunikation im Landkreis Meißen – stellt sich von Donnerstag bis Samstag auf der 25. Fachmesse Florian in Dresden vor, wie das Landratsamt Meißen am Donnerstag mitteilte. Am Stand A6 in Halle 3 informiert das Projektteam über den aktuellen Stand eines Krisenkommunikationssystems, das ohne herkömmliche Netze auskommen soll.

Messebesucher können dort einen Krisenkommunikationskoffer und eine multifunktionale Sirene der Verbundpartner KomRe AG und Hörmann Warnsysteme in Vorführungen erleben. Gezeigt wird, wie solche Systeme funktionieren und im Ernstfall eingesetzt werden.

Am Freitag kommen zudem alle Verbundpartner und der Projektträger VDI auf dem Messegelände zu einem Verbundtreffen zusammen. Dieses Treffen ist intern und richtet sich nicht an Messebesucher; die Beteiligten wollen dort die nächsten Projektschritte persönlich besprechen, statt wie sonst per Videokonferenz.

Was das Projekt entwickelt

KriKom-LK-MEI wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert. Entwickelt wird ein ausfallsicheres Datenfunknetz für den Katastrophenschutz im Landkreis Meißen, das unabhängig von herkömmlichen Netzen arbeitet. Damit sollen Einsatzkräfte, Behörden und Bevölkerung auch bei extremen Schadenslagen und Stromausfällen direkt miteinander kommunizieren können – über intelligente Sirenenstandorte, digitale schwarze Bretter und mobile Katastrophenschutz-Leuchttürme.

Wie weit das Netz bereits reicht, hatte das Landratsamt zuletzt im April 2025 beziffert. Projektleiter Ronald Voigt erklärte damals: „Wir sind mit dem Projektfortschritt insgesamt mehr als zufrieden. So haben wir bereits 41 funktionstüchtige KriKom-Systeme im gesamten Landkreis Meißen und darüber hinaus etabliert und regelmäßig beprobt.“ Noch im selben Jahr sollte der Landkreis mit fünf multifunktionalen Sirenenstandorten ausgestattet werden. Ob diese fünf Standorte inzwischen in Betrieb sind, lässt sich derzeit nicht sagen; neuere Zahlen zum Ausbau liegen nicht vor.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner