Am Dienstag hatte Präsident Dirk Zingler noch keinen Namen verkünden wollen. Zwei Tage später ist nun klar, wer neuer Trainer des 1. FC Union Berlin wird: Mauro Lustrinelli kommt aus der Schweiz vom FC Thun. Das Team aus dem Berner Oberland hatte er in der abgelaufenen Spielzeit sensationell als Aufsteiger zur Meisterschaft geführt.
Für das Engagement des 50-Jährigen zahlen die Köpenicker eine Ablöse im niedrigen siebenstelligen Bereich. Lustrinelli soll an der Alten Försterei einen Zweijahresvertrag erhalten und noch vor dem Wochenende offiziell vorgestellt werden.
Mauro Lustrinelli: Bringt er den 1. FC Union Berlin auf einen neuen Kurs?
Urs Fischer gesteht Selbstzweifel: „Hast du das überhaupt noch drauf?“
Im Berliner Südosten ist die Hoffnung groß, dass der neue Mann den Verein in eine erfolgreiche Zukunft führt. Nach der Trennung von Urs Fischer im November 2023 scheiterten die Versuche mit Nenad Bjelica, Bo Svensson und Steffen Baumgart. Nachdem Baumgart im April seinen Hut nach einer 1:3-Niederlage in Heidenheim nehmen musste, führte Marie-Louise Eta die Mannschaft auf der Zielgeraden der Saison zum Klassenerhalt. Aus fünf Spielen holte sie sieben Punkte.
Dass Vergleiche mit Fischer schnell laut werden dürften, liegt nicht nur an der gemeinsamen Schweizer Herkunft. Lustrinelli war einst für ein halbes Jahr Co-Trainer von Fischer in Thun, betreute danach verschiedene U-Nationalmannschaften der Schweiz und übernahm den FC Thun vor vier Jahren als Cheftrainer in der 2. Liga. Nach dem gewonnenen Meistertitel hatte er schnell Begehrlichkeiten im Ausland geweckt. Auch Borussia Mönchengladbach soll an einer Verpflichtung interessiert gewesen sein. Das Rennen hat nun aber der 1. FC Union Berlin gemacht.
An der Seitenlinie steht Mauro Lustrinelli erstmals am 4. Juli (15.30 Uhr), wenn Union zum ersten Testspiel vor der anstehenden Saison bei Oberligist Optik Rathenow gastiert.
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