Berliner Mediengeschichte

Menschen, Tiere, Sensationen: Wie der Kulturkommerz begann

Endlich Weltstadt: Castans Panopticum bot den Berlinern der Kaiserzeit Information, Bildung und Unterhaltung, Großes und Skurriles zum Staunen und Lernen.

Maritta Adam-Tkalec Maritta Tkalec
6 Min
In Castans Panopticum vorgestellt: Hassan Ali, präsentiert als der größte Mann der Welt.

In Castans Panopticum vorgestellt: Hassan Ali, präsentiert als der größte Mann der Welt.

© Angelika Friederici

Castans Panopticum wurde zum Medium der Zeit: Die Brüder Gustave und Louis Castan eröffneten 1869 in Berlin das erste Wachsfigurenkabinett Deutschlands – zunächst in der Nähe des Schlosses, bald in größeren Räumen an der Friedrichstraße. In der Kaisergalerie, dem prachtvollsten Gebäude der Vergnügungsstraße, erlebte die Ausstellung ihre erste große Zeit. Das wissens- und erlebnisbegierige Publikum überrannte sie buchstäblich, zumal an Sonn- und Feiertagen. Dann habe, wie die Presse schrieb, „das Gedränge in den kleineren Sälen zeitweilig beängstigende Dimensionen angenommen“.

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*