Automobilindustrie

Mercedes baut das Ungarn-Werk aus: Experte warnt vor weiterem Abzug aus Deutschland

Mercedes-Benz verdoppelt seine Kapazitäten in Ungarn – während in Deutschland drastisch gespart wird. Das könnte laut Experten dramatische Folgen haben.

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Das Mercedes-Werk in Kecskemét: Der Autobauer baut die Kapazitäten in Ungarn aus – und spart in Deutschland.

Das Mercedes-Werk in Kecskemét: Der Autobauer baut die Kapazitäten in Ungarn aus – und spart in Deutschland.

© Mercedes-Benz AG/dpa

Mercedes-Benz baut seine Kapazitäten in Ungarn weiter aus. Am Dienstag hat der deutsche Autobauer sein ausgebautes Werk im ungarischen Kecskemét in Betrieb genommen. Mit einer Verdopplung der Kapazitäten von 200.000 auf 400.000 Einheiten ist das Werk nun das größte von Mercedes in Europa und nach Peking das zweitgrößte weltweit. In Deutschland hingegen fährt der Stuttgarter Autohersteller ein hartes Sparprogramm. 

Aus Sicht des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer ist der Trend ein Grund für schrillende Alarmglocken. „Die deutsche Autoindustrie wandert aus“, warnt der Gründer des Center Automotive Research (CAR) in Bochum auf Anfrage der Berliner Zeitung. Es drohe „ein größerer Abzug, nicht nur von Mercedes“, so Dudenhöffer. „Wenn wir unsere Wettbewerbsfähigkeit nicht verbessern, wird der Industriestandort Deutschland Geschichte werden.“ Ist der Mercedes-Ausbau in Ungarn womöglich nur der Beginn einer großen Abwanderungswelle deutscher Autobauer?

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