Mercedes-Benz veräußert seine konzerneigene Niederlassung Berlin-Brandenburg an die im Vereinigten Königreich ansässige Global Auto Holdings (GAHL). Das bestätigte der Dax-Konzern am Dienstagabend, wie Focus berichtet.
Betroffen sind nach Angaben eines Unternehmenssprechers fünf Autohäuser in Berlin und zwei in Brandenburg. In der Niederlassung sind nach Konzernangaben mehr als 1100 Menschen beschäftigt, die IG Metall beziffert die Zahl auf 1500. Vollzogen werden soll die Transaktion zum Ende dieses Jahres, sie steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe.
Laut Mercedes-Benz betreibt GAHL bereits seit Jahren Mercedes-Standorte in Großbritannien und in den USA.
Verkaufspläne seit 2024 bekannt
Die Pläne, eigene Autohäuser abzugeben, hatte Mercedes-Benz bereits 2024 öffentlich gemacht. Nach damaligen Angaben des Konzerns waren rund 8000 Beschäftigte in etwa 80 Betrieben in Deutschland betroffen.
Nach Protesten der Belegschaft verständigte sich der Autobauer im Sommer 2024 mit dem Gesamtbetriebsrat auf wesentliche Eckpunkte für mögliche Betriebsübergänge an Käufer.
Den Auftakt machte Mitte vergangenen Jahres der Verkauf der Niederlassung Neu-Ulm. Im weiteren Verlauf trennte sich Mercedes nach eigenen Angaben zudem von Standorten in Koblenz, Mainz, Dortmund und Lübeck. Anfang dieses Jahres folgten Verträge über den Verkauf der Niederlassungen in Aachen, Kassel, Würzburg, Wuppertal, Reutlingen und Hannover.
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