Bundeskanzlerin im Interview

Merkel zu Impfstoff-Desaster: „Das wurmt einen natürlich“

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagt in einem ARD-Interview zu den Pannen bei der Impfstoff-Beschaffung: „Das wurmt einen natürlich“.

Team News Philippe Debionne pde
2 Min
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagt in der ARD-Sendung Farbe bekennen, es „wurmt einen natürlich“, dass andere Länder bei der Impfstoffbeschaffung schneller gewesen sind.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagt in der ARD-Sendung Farbe bekennen, es „wurmt einen natürlich“, dass andere Länder bei der Impfstoffbeschaffung schneller gewesen sind.

© Foto: dpa/Bundesregierung/Jesco Denzel

Hier müsse man allerdings sehen: „In Großbritannien hat Astrazeneca sehr viel schneller die Zulassung bekommen, an einem Tag, das ist eine Notzulassung“. Die EU dagegen habe sich entschieden, das Zertifizierungsverfahren „gründlich bei der europäischen Medizinagentur machen zu wollen“. Auf eine Zwischenfrage, ob diese Entscheidung ein Fehler gewesen sein, sagt Merkel: „Nein, das war kein Fehler.“

Hätte mehr Geld der EU zu mehr Impfstoff geführt?

Auch mehr Geld hatte nicht mehr zu Impfstoff geführt, so die Kanzlerin weiter. In Hinblick auf den Vergleich mit den USA, wo teilweise sogar in Geschäften geimpft werden kann, sagte Merkel: „Die Vereinigten Staaten von Amerika haben Produktionskapazitäten, und Amerika exportiert so gut wie nichts aus seinen Grenzen heraus.“

Damit seien „wir als Europäer“ auf „unsere Produktionsanlagen zurückgeworfen oder angewiesen“. Etwas später versprach Merkel dann: „Wir werden bis zum Ende des dritten Quartals jedem ein Angebot machen können, und das finde ich eine wichtige Mitteilung und Botschaft.“

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