China wird in den kommenden Tagen, während die festliche Atmosphäre des Mondneujahrs noch anhält, einen wichtigen Gast begrüßen – den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz. Bei seinem Antrittsbesuch in China wird Merz im Jahr des Pferdes eintreffen, begleitet von der größten Wirtschaftsdelegation, die seit Angela Merkels erster Amtszeit in den späten 2000er-Jahren zu sehen war.
Merz’ Reise erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt. Während Europa weiterhin einen langwierigen Krieg vor seiner Haustür bewältigt und sich vertiefende Risse in den transatlantischen Beziehungen zeigen, bereitet Peking seinen nächsten Entwicklungsplan vor: den 15. Fünfjahresplan (2026–2030), der auf den bevorstehenden jährlichen Legislativsitzungen beraten werden soll. Umfang und Zeitpunkt dieses Besuchs unterstreichen sein strategisches Gewicht. In einem beunruhigenden globalen Umfeld ist es wichtiger denn je, dass die zweit- und drittgrößten Volkswirtschaften der Welt die bilateralen Beziehungen durch einen pragmatischen Dialog verankern.
Gastbeitrag
Warum Deutschland und China einen Neuanfang wagen müssen
Vor dem Hintergrund der abgekühlten transatlantischen Freundschaft zu den USA wächst die Bedeutung Chinas für Deutschland. Ein Gastbeitrag.
Zhao Bochao
4 Min
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Ende 2025 kam es am Rande des G20-Gipfels zum Treffen zwischen Kanzler Friedrich Merz und Chinas Ministerpräsident Li Qiang.
© Michael Kappeler/dpa
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