EU-Migrationspolitik

Merz gegen Aufnahme von Flüchtlingen aus Griechenland

Die humanitäre Katastrophe lasse sich nicht dadurch lösen, dass alle Betroffenen nach Deutschland kommen, so der Kandidat für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz.

Team News Mike Wilms mow/dpa
2 Min
Der CDU-Politiker Friedrich Merz ist gegen die Aufnahme der Flüchtlinge aus der Griechenland.

Der CDU-Politiker Friedrich Merz ist gegen die Aufnahme der Flüchtlinge aus der Griechenland.

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imago images/opokupix

Europa müsse Verabredungen mit den Herkunfts- beziehungsweise Transitländern treffen, um die illegale und lebensbedrohliche Migration über das Mittelmeer noch in den Ausgangsländern zu unterbinden. „Die klare Botschaft an die Flüchtlinge wie an die Schlepperorganisationen muss sein: Es ist lebensgefährlich und es wird keinen Erfolg haben“, erklärte Merz.

Auch Unionsfraktionsvize Thorsten Frei lehnte die Aufnahme von Migranten aus Bosnien ab. Davon könne rasch das fatale Signal ausgehen. „Der Weg nach Deutschland ist frei“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. „Wir würden damit einen gewaltigen Anreiz zur Migration nach Europa schaffen.“ Das mache die Lage auf dem Balkan nicht besser, sondern schlechter. Statt einer Aufnahme sei Deutschland bereit, mit allen Mitteln der Katastrophenhilfe vor Ort zu helfen, falls Bosnien dies wolle.

Merz sprach sich für konsequentere Abschiebungen als in den vergangenen Jahren aus. Jedoch werde Deutschland bis auf Weiteres nicht in dem Umfang abschieben können, wie das eigentlich notwendig wäre. Im Falle von Syrien etwa gebe es neben rechtlichen und humanitären auch faktische Hindernisse, etwa weil es keine Flugverbindungen und keine offenen Landwege gebe. „Abschiebungen nach Syrien werden daher nur in Einzelfällen möglich sein.“

Der bisherige Abschiebestopp für Syrien war mit dem alten Jahr ausgelaufen, weil die Innenminister der Länder sich nicht darüber hatten einigen können. Die SPD-Minister wollten ihn uneingeschränkt verlängern, die Unionsminister wollten bei schweren Straftätern eine Abschiebung nicht mehr generell ausschließen. Nun ist jeder Fall einzeln zu prüfen.

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