Wer in der DDR aufgewachsen ist, erinnert sich vielleicht noch an diesen kleinen Chip, der eine große Zukunft versprach. Am 12. September 1988 ließ sich Erich Honecker im Berliner Staatsratsgebäude den ersten Megabit-Speicherchip der DDR präsentieren. Die Ingenieure hatten unter schwierigen Bedingungen etwas geleistet. Die politische Botschaft lieferte die Führung dazu: Wir können mit dem Westen mithalten.
Auch der Maschinenbau sollte dank eigener Mikroelektronik international bestehen können. Doch der Chip wurde nur in kleinen Stückzahlen hergestellt, während die Konkurrenz längst weiter war. So beschreibt das DDR-Museum den Versuch, den Anschluss zu halten. Gut zwei Jahre nach der Präsentation gab es die DDR nicht mehr.
„Invest in Germany“
Merz im DDR-Staatsratsgebäude: Mit Nvidia jagt er Honeckers Traum von der Weltspitze
1988 feierte Honecker hier den Megabit-Chip – zwei Jahre später endete die DDR. Heute sucht Merz mit Nvidia den Anschluss an die USA und China. Ein Kommentar.
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Friedrich Merz (CDU) spricht am Dienstag beim „Invest in Germany“-Gipfel im ehemaligen Staatsratsgebäude der DDR, heute der European School of Management and Technology (ESMT).
© Michael Kappeler/dpa
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