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CDU-Führung: Merz tauscht Christina Stumpp gegen Ostdeutschen Hose aus

Friedrich Merz stellt die CDU-Führung neu auf. Der Thüringer Michael Hose soll kommissarischer stellvertretender Generalsekretär werden.

2 Min
Michael Hose

Michael Hose

© Agentur Matthias Wehnert / M. Gränzdörfer(imago

CDU-Chef Friedrich Merz will den Osten stärker in der Parteispitze verankern und den Thüringer Bundestagsabgeordneten Michael Hose zum kommissarischen stellvertretenden Generalsekretär machen. Das teilte die CDU am Freitagabend mit. Die bisherige Amtsinhaberin Christina Stumpp aus Baden-Württemberg wird ihren Posten am 21. September 2026 niederlegen.

Bei der Neuaufstellung der Parteiführung sei es ihm „ein wichtiges Anliegen, dass wir als Partei der Deutschen Einheit West- und Ostdeutschland noch stärker personell abbilden“, erklärte Merz. Der aus Erfurt stammende Hose bringe „als Abgeordneter, Lehrer und ehemaliger Schulleiter aus Erfurt wichtige Perspektiven mit, die für die Arbeit im Präsidium der CDU Deutschlands von großem Mehrwert sind“.

Personelle Konsequenzen nach Wahlniederlage

Die Entscheidung fällt wenige Tage nach der Wahlniederlage der CDU in Sachsen-Anhalt. Über einen Rückzug Stumpps war seit Tagen spekuliert worden. Das Portal Table.Briefings hatte am Mittwoch berichtet, Merz habe der 38-Jährigen nahegelegt, ihren Posten aufzugeben. Stumpp hatte dies umgehend zurückgewiesen. „Das ist unzutreffend“, schrieb sie am selben Tag im Online-Dienst X. „Ich bin weiterhin stv. Generalsekretärin der CDU Deutschlands.“

Beide hätten sich nun „in persönlichen Gesprächen gemeinsam entschieden“, dass Stumpp das Amt niederlege, hieß es in der Mitteilung. Merz erklärte, Stumpp habe in den vergangenen vier Jahren „sehr gute Arbeit geleistet“.

Posten eigens von Merz geschaffen

Den Posten einer stellvertretenden Generalsekretärin hatte Merz vor vier Jahren eigens geschaffen. Stumpp wurde im September 2022 vom CDU-Parteitag gewählt. Ihre Aufgabe war es vor allem, die Verbindung der Berliner Parteizentrale zu den Kreisverbänden zu verbessern und Kommunalwahlkämpfe zu unterstützen.

Laut Partei-Mitteilung sprach Stumpp von einer „großen Ehre und Freude“, sich für die rund 72.500 ehrenamtlichen und hauptamtlichen kommunalen Vertreter der CDU eingesetzt zu haben. Sie habe in dieser Zeit „rund 75 Prozent unserer Kreisverbände besucht“. Mit der Gründung des Netzwerks women@cdu habe sie zudem „mehr Frauen für unsere Kommunalpolitik begeistern“ können.

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