Nirgendwo in Deutschland werde die AfD die absolute Mehrheit erzielen, polterte Kanzler Friedrich Merz am Mittwoch gegen die größte Oppositionsfraktion im Deutschen Bundestag. Das Ziel der Mandatsmehrheit in Sachsen-Anhalt habe Ulrich Siegmund durch „mehr als eine glückliche Fügung des Zufalls“ verfehlt. Bei der Landtagswahl erhielt die AfD rund 44 Prozent der Stimmen. Nirgendwo ist das Gegenteil von irgendwo. Und dieses Irgendwo gibt es – nicht nur, aber vor allem in Sachsen-Anhalt.
Dieses Irgendwo beginnt nicht erst im einzelnen Wahllokal. Schon in sieben der 41 Landtagswahlkreise holte die AfD mehr als die Hälfte der gültigen Zweitstimmen: in Staßfurt, Bernburg, Köthen, Eisleben, Querfurt, Weißenfels und Zeitz. Keine andere Partei schaffte das in einem einzigen Wahlkreis.
Wahlbezirke
Merz sagt: „Nirgendwo in Deutschland“ – doch die AfD holt längst absolute Mehrheiten
In Sachsen-Anhalt holte die AfD in knapp zwei Dritteln der Urnenwahlbezirke die absolute Mehrheit – auch dort, wo der Kanzler „Wahlkampf“ gemacht hatte.
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Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sitzt auf der Regierungsbank im Bundestag nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
© Michael Brandt/dpa
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