Eine Autogrammkarte. Ein Stück bedrucktes Glanzpapier mit dem Konterfei des Bundeskanzlers und einer Widmung, die so generisch ausfällt wie ein Glückskeksspruch: „Alles Gute“. Um dieses auf den ersten Blick unscheinbare Objekt entspann sich in der aktuellen Bundespressekonferenz ein bemerkenswerter Schlagabtausch, der weit über die Frage hinausreicht, was eine schwer kranke Bürgerin aus Suhlendorf in ihrem Briefkasten vorfand.
Es geht um die Frage, wie freihändig Bundeskanzleramt und Bundespresseamt mit der Wahrheit umgehen dürfen – und wie ein Regierungssprecher aussieht, wenn ihm die Argumente ausgehen. Die Antworten oder besser gesagt die Verschleierungsversuche von Sebastian Hille, dem stellvertretenden Sprecher der Bundesregierung, waren in diesem Sinne sehr aufschlussreich.
UPDATE
Glaubwürdigkeit
Merz und die Krebspatientin: Warum eine Autogrammkarte für den Kanzler zum politischen Problem wird
Wollte Krebspatientin Silvia Dronsch wirklich eine Autogrammkarte von Friedrich Merz? Neue Widersprüche setzen Kanzleramt und Bundespresseamt unter Druck.
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Krebspatientin Silvia Dronsch: „Ich wollte Respekt und eine ehrliche Entschuldigung. Bekommen habe ich eine Autogrammkarte vom Bundeskanzler mit aufgedruckter Unterschrift.“
© Danilo Vitense
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