Deutschland

Merz verkauft Deutschland als „Stabilitätsanker“: Glaubt ihm das noch jemand?

Merz will Deutschland internationalen Investoren als „Stabilitätsanker Europas“ verkaufen. VW und andere bauen hierzulande auch „stabil“ ab. Ein Kommentar.

4 Min
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei der Vorstellung des umgebildeten Kabinetts am 24. Juli 2026 (Symbolbild)

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei der Vorstellung des umgebildeten Kabinetts am 24. Juli 2026 (Symbolbild)

© dts Nachrichtenagentur/IMAGO

Hört man Friedrich Merz (CDU) zu, könnte man glauben, in Deutschland läuft alles prima. Nach dem vorzeitigen WM-Aus erklärte der Bundeskanzler in einem Social-Media-Post, die Nationalmannschaft habe „mit ihrem Einsatz und Teamgeist unser Land begeistert“. Glauben möchte man es sogar. Nur glaubt man es nicht. Weil man nicht dumm ist. Und weil die Realität nun einmal anders aussieht.

Nun wirbt Merz bei internationalen Investoren um frisches Kapital. Deutschland sei der „Stabilitätsanker Europas“. Im Oktober will die Bundesregierung erstmals einen großen Investitionsgipfel nach dem Vorbild von Emmanuel Macrons „Choose France“ ausrichten. Im Entwurf seiner Präsentation im Vorfeld des Gipfels, über die die Financial Times exklusiv berichtet, hebt Merz Deutschlands Triple-A-Rating bei allen drei großen Ratingagenturen, den Rechtsstaat und die breite industrielle Basis hervor.

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*