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Nordrhein-Westfalen

Angriff auf Bürgermeisterin in Herdecke: Iris Stalzer wohl von eigener Tochter niedergestochen

Die SPD-Politikerin Iris Stalzer wurde bei einem Messerangriff lebensgefährlich verletzt. Ihre zwei Adoptivkinder wurden von der Polizei vernommen. Die Hintergründe sind noch unklar.

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Die neu gewählte Bürgermeisterin von Herdecke wurde mit mehreren Messerstichen lebensgefährlich veletzt.

Die neu gewählte Bürgermeisterin von Herdecke wurde mit mehreren Messerstichen lebensgefährlich veletzt.

© Christoph Reichwein/dpa

Die Bürgermeisterin von Herdecke (Nordrhein-Westfalen), Iris Stalzer, ist am Dienstag durch Messerstiche schwer verletzt worden. Wie Politikerin, die erst vor kurzem zur Bürgermeisterin gewählt wurde, soll von ihrem Sohn entdeckt worden sein, die Polizei geht von einem familiären Hintergrund aus. Tatort soll das Haus der Politikerin gewesen sein.           

Wie der Spiegel berichtete, befinden sich sowohl die 17-jährige Adoptivtochter als auch der 15-jährige Adoptivsohn in polizeilichem Gewahrsam. Beide sollen vernommen worden sein. Die Mordkommission ermittelt, bisher gibt es jedoch keinen dringenden Tatverdacht. Allerdings gibt es wohl auch keine Zeugenhinweise auf vom Tatort flüchtende Täter oder weitere Spuren.

Bericht: Iris Stalzer soll Täter kennen

Laut dem Spiegel wurde Stalzer durch mindestens zehn Messerstiche verletzt. Sie wird im Krankenhaus intensivmedizinisch betreut. Im Sommer soll es im selben Haus bereits einen Fall von häuslicher Gewalt gegeben haben, wie der Spiegel aus Sicherheitskreisen erfuhr. Die 17-jährige Adoptivtochter soll ein Messer gegen Stalzer eingesetzt haben. Sie soll nun auch bei dieser Tat verdächtig sein.

Laut Berichten des Focus und der Westfalenpost soll Stalzer im Krankenhaus allerdings bereits kurzzeitig wach und vernehmungsfähig gewesen sein. Demnach soll Iris Stalzer angegeben haben, dass sie wisse, wer die Tat begangen habe. Den Ermittlern gegenüber habe sie allerdings erklärt, dazu keine Angaben machen zu wollen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) äußerte sich entsetzt von dem Angriff. „Uns erreicht eine Nachricht über eine abscheuliche Tat aus Herdecke. Sie muss jetzt schnell aufgeklärt werden“, schrieb Merz am Dienstag in seinem offiziellen Account im Kurzbotschaftendienst X. Weiter erklärte der Kanzler: „Wir bangen um das Leben der designierten Bürgermeisterin Iris Stalzer und hoffen auf vollständige Genesung. Meine Gedanken sind bei ihrer Familie und ihren Angehörigen.“ Auch die Herdecker Stadtverwaltung reagierte betroffen: „Ich wünsche Frau Stalzer von Herzen eine gute Genesung. Meine Gedanken sind bei ihr und ihrer Familie“, erklärte der Erste Beigeordnete Dennis Osberg.

Erst vor knapp zwei Wochen war Stalzer in einer Stichwahl zur neuen Bürgermeisterin von Herdecke gewählt worden. Sie erhielt 52,2 Prozent der Stimmen in der Ruhrgebietsstadt mit 22.500 Einwohnerinnen und Einwohnern.

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