Exportkredite

Gift-Gefahr im Paradies: Das riskante deutsche Dünger-Projekt in Mexiko

Ein Naturschutzgebiet in Mexiko soll einer riesigen Industrieanlage weichen. Trotz Warnungen hält die deutsche KfW-Bank an der Finanzierung fest. Die Anwohner bangen um ihre Lebensgrundlage.

Frederic Schnatterer
Frederic Schnatterer
8 Min
Aktivisten fürchten, dass die mit deutschen KfW-Krediten finanzierte Ammoniakfabrik das Ökosystem an der Bucht von Ohuira in eine „Kloake“ verwandeln wird.

Aktivisten fürchten, dass die mit deutschen KfW-Krediten finanzierte Ammoniakfabrik das Ökosystem an der Bucht von Ohuira in eine „Kloake“ verwandeln wird.

© Christian Heeb/imago

Finanziert Deutschland Umweltzerstörung, Vertreibung und Rechtsverstöße im Ausland? Das zumindest beklagen Anwohner der Bucht von Ohuira aus dem Bundesstaat Sinaloa im Norden Mexikos. Dort, inmitten eines einzigartigen Feuchtgebiets, wird derzeit eine Ammoniakfabrik gebaut. Bauherrin ist die deutsch-schweizerische Holding Proman AG, die zu den größten Düngemittelherstellern der Welt gehört. Auch das Ammoniak aus Sinaloa soll als Grundlage für Kunstdünger dienen und sowohl in Mexiko selbst genutzt als auch ins Ausland exportiert werden.

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