Corona in Berlin

Müller hält Impfzurückhaltung für falsch: „Es gibt freie Termine“

Der Regierende Bürgermeister ruft die Berliner dazu auf, die Impfmöglichkeiten zu nutzen. Die Skepsis gegenüber dem Astrazeneca-Impfstoff sei unbegründet.

Team News dpa/kmi
2 Min
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD)

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD)

© dpa/Bernd von Jutrczenka

Wann alle Berlinerinnen und Berliner geimpft werden könnten, hänge allerdings davon ab, wann Impfstoff in ausreichender großer Menge zur Verfügung stehe. Müller kritisierte, die Aussagen der Hersteller in den Lieferplänen seien nicht immer verlässlich. „Wir hatten in der letzten Woche wieder eine Zusage für eine Impfstofflieferung, die dann nur verzögert eingetroffen ist.“

Müller kritisiert Jens Spahn

Müller kritisierte, dass bislang die niedergelassenen Ärzte noch keine Corona-Impfungen übernehmen dürften. „Und dafür ist der Bundesgesundheitsminister verantwortlich, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu verabreden. Das ist jetzt in einem MPK-Beschluss festgehalten, dass das im März umgesetzt wird“, sagte Müller. „Aber es ist jetzt auch höchste Eisenbahn, muss ich mal sagen. Dass wir die Ärzte brauchen, stand schon länger fest“, so der Regierende Bürgermeister. „Und ich kann auch nicht verstehen, warum man da immer argumentiert, ein Arzt kann in seiner Praxis erst ans Netz, wenn er auch noch für den letzten Patienten den Impfstoff im Kühlschrank hat.“

Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin hatte am Donnerstag angekündigt, dass die ersten von 100 Berliner Modellpraxen ab der kommenden Woche Corona-Impfungen anbieten sollen. Kassenärztliche Vereinigungen sind Selbstverwaltungskörperschaften jener Ärzte, die Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen behandeln.

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