Wohnungsmarkt

Mieten in Deutschland klettern weiter: So ist die Lage in Berlin

Die Neuvertragsmieten in der Bundesrepublik steigen bundesweit um 3,5 Prozent. Für die Hauptstadt gibt es gute Nachrichten.

2 Min
Die Neuvertragsmieten in Deutschland sind weiterhin gestiegen.

Die Neuvertragsmieten in Deutschland sind weiterhin gestiegen.

© Sabine Gudath/imago

Wer in Deutschland eine Wohnung neu anmietet, muss tiefer in die Tasche greifen. Im ersten Quartal dieses Jahres legten die Neuvertragsmieten bundesweit um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Das geht aus dem aktuellen IW-Wohnindex des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor.

Besonders ausgeprägt fällt der Anstieg in mehreren westdeutschen Großstädten aus. In Düsseldorf verteuerten sich Neuvermietungen um 5,9 Prozent, in Köln um 5,7 Prozent und in Hamburg um 5,1 Prozent. Auch das Umland der Metropolen verzeichnete laut IW Zuwächse oberhalb des Bundesdurchschnitts.

Auch in ostdeutschen Großstädten wie Leipzig, Dresden, Halle und Erfurt ziehen die Neuvertragsmieten an, teilweise mit überdurchschnittlichen Steigerungsraten. In Leipzig liegen die durchschnittlichen Kaltmieten bei etwa 9,10 € bis 11,61 € pro Quadratmeter. Dagegen gehören Chemnitz (ca. 5,51 €/m²), Plauen (ca. 5,29 €/m²) und Gera (ca. 5,60 €/m²) zu den günstigsten Städten in Deutschland.

In Berlin sinken die Mieten

Eine Ausnahme bildet Berlin: Hier sanken die Mieten um 0,8 Prozent. Das Institut verweist darauf, dass die Preise nach dem Ende des Berliner Mietendeckels zunächst überdurchschnittlich stark angezogen hatten. Der nun gemessene Rückgang sei lediglich eine Korrektur dieses Sondereffekts und ändere nichts an der angespannten Marktlage in der Hauptstadt.

Auch im Quartalsvergleich zeigt sich eine Aufwärtsbewegung: Gegenüber dem Zeitraum von Oktober bis Dezember 2025 stiegen die Neuvertragsmieten bundesweit um 0,6 Prozent.

Iran-Krieg belastet Wohnungsmarkt weniger als Ukraine-Schock

Mit Blick auf die geopolitische Lage zieht das IW eine vorsichtige Zwischenbilanz. Die Ölknappheit infolge des Iran-Kriegs treffe den Wohnungsmarkt bislang nicht so hart wie der Energiepreisschock nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022. Ein vergleichbarer Preiseinbruch sei diesmal nicht zu erwarten, heißt es vom Institut. Energie verteuere sich derzeit weniger stark, zudem seien die damit verbundenen Risiken zunehmend in den Marktpreisen berücksichtigt.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner