Bezahlbare Wohnungen versprechen und die Enteignung großer Wohnungskonzerne ausgerechnet aus den Mieten finanzieren? Was zunächst widersprüchlich klingt, ist Teil des Plans der Linken. Bundesparteichefin Ines Schwerdtner hatte zuletzt erklärt, dass sich die Vergesellschaftung über Mieteinnahmen finanzieren lasse, ohne dass diese erheblich steigen müssten.
Nun bestätigte der Berliner Linke-Politiker Niklas Schenker auf Anfrage der Berliner Zeitung das Finanzierungsmodell. Dass dafür drastische Mieterhöhungen notwendig wären, bestreitet er allerdings.
„Wie bei jedem ‚normalen‘ Immobilienerwerb auch wird die Entschädigungssumme – analog zum Kaufpreis bei regulärem Erwerb – im Wesentlichen aus den Mieteinnahmen geleistet“, erklärte Schenker, stellvertretender Vorsitzender der Linke-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus und deren Sprecher für Mieten und Wohnen.
Vergesellschaftung
Mieter zahlt für Enteignung: Dieser Linke-Politiker bestätigt Ines Schwerdtners Aussage
16 Milliarden Euro für die Enteignung, gezahlt aus Mieten? Ines Schwerdtners Rechnung sorgt für Streit. Nun äußert sich ein Berliner Linke-Politiker.
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Elif Eralp (r.), Niklas Schenker (M.) und die Linke-Bundesvorsitzende Ines Schwerdtner bei einer Kundgebung auf dem Mierendorffplatz in Berlin-Charlottenburg
© Carsten Koall/dpa
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