Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) schlägt Alarm: Bei einer Rückkehr der meisten Syrer in ihr Heimatland drohe in Deutschland eine Lücke in unter Personalmangel leidenden Berufen. Rund 80.000 Syrer arbeiteten laut IW in der Kraftfahrzeugtechnik, im Sanitär- und Heizungswesen oder in der Krankenpflege. Mehr als 5000 Syrer arbeiten als Ärzte in Deutschland. Laut Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sind mehr als 213.000 der 712.000 im Ausländerzentralregister erfassten Syrer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. 127.000 arbeiten als qualifizierte Fachkräfte mit Berufsausbildung oder Studium. Das IW plädiert für eine Bleibeperspektive für erwerbstätige Syrer.
Umsturz in Syrien
Migrationsforscher: „Wir können Syrer weder zwingen zu gehen noch zu bleiben“
Der Experte Özgür Özvatan skizziert in der Debatte um eine Rückkehr von Geflüchteten einen Weg, der sowohl Syrien als auch Deutschland nützen könnte.
Cedric Rehman
8 Min
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Migrationsforscher Özgür Özvatan von der Humboldt-Universität
© Markus Wächter/Berliner Zeitung
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