Geopolitik

Milliarden für Rheinmetall? Experten: „Sondervermögen wird verschwendet“

Die Industrie begrüßt die Aufrüstungspläne Deutschlands und der EU – doch internationale Fondsmanager warnen vor Verschwendung in zu teure und unmoderne Projekte.

Lukas Kuite
Lukas Kuite
11 Min
Auf Munition wird es ebenfalls ankommen. Die fehlt in der Ukraine. Am Rheinmetall-Standort in Unterlüß wird sie hergestellt, lackiert und kontrolliert, bevor sie verschickt wird.

Auf Munition wird es ebenfalls ankommen. Die fehlt in der Ukraine. Am Rheinmetall-Standort in Unterlüß wird sie hergestellt, lackiert und kontrolliert, bevor sie verschickt wird.

© Sepp Spiegl/imago

Hans Christoph Atzpodien kann sich nach seinem Auftritt auf der Bühne des Unternehmertags am Tegernsee kaum vor Anfragen retten. Vertreter kleiner Defense-Start-ups und junger Rüstungsunternehmen sprechen ihn ungefragt an, stellen in zwei bis drei Sätzen ihr Geschäftsmodell vor und drücken ihm voller Hoffnung ihre Businesskarte in die Hand. Ihr Ziel: bei der Rüstungsindustrie einen Fuß in die Tür zu bekommen. Atzpodien ist Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV).

„Wir machen eigentlich nur Automotive, aber überlegen jetzt natürlich, auch in Defense zu gehen“, sagt ein junger blonder Vertreter in marineblauem Anzug – sichtlich aufgeregt nach dem Kontakt mit dem Rüstungsboss. „Klar, das schaue ich mir an“, sagt Atzpodien. Der junge Mann scheint erleichtert zu sein.

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