Hans Christoph Atzpodien kann sich nach seinem Auftritt auf der Bühne des Unternehmertags am Tegernsee kaum vor Anfragen retten. Vertreter kleiner Defense-Start-ups und junger Rüstungsunternehmen sprechen ihn ungefragt an, stellen in zwei bis drei Sätzen ihr Geschäftsmodell vor und drücken ihm voller Hoffnung ihre Businesskarte in die Hand. Ihr Ziel: bei der Rüstungsindustrie einen Fuß in die Tür zu bekommen. Atzpodien ist Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV).
„Wir machen eigentlich nur Automotive, aber überlegen jetzt natürlich, auch in Defense zu gehen“, sagt ein junger blonder Vertreter in marineblauem Anzug – sichtlich aufgeregt nach dem Kontakt mit dem Rüstungsboss. „Klar, das schaue ich mir an“, sagt Atzpodien. Der junge Mann scheint erleichtert zu sein.
Geopolitik
Milliarden für Rheinmetall? Experten: „Sondervermögen wird verschwendet“
Die Industrie begrüßt die Aufrüstungspläne Deutschlands und der EU – doch internationale Fondsmanager warnen vor Verschwendung in zu teure und unmoderne Projekte.
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Auf Munition wird es ebenfalls ankommen. Die fehlt in der Ukraine. Am Rheinmetall-Standort in Unterlüß wird sie hergestellt, lackiert und kontrolliert, bevor sie verschickt wird.
© Sepp Spiegl/imago
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